Einweihung des neuen zu Hauses – Hausbau für benachteiligte Familie abgeschlossen

Am Samstag, den 20. Februar 2016 war es so weit: Das Haus der Familie Dhital in Jeevanpur im Distrikt Dhading wurde in einem feierlichen Festakt eingeweiht. Im verheerenden Erdbeben im Frühjahr 2016 wurde das Dorf nahezu dem Erdboden gleich gemacht. Die Familie Dhital  verlor alles, was sie nicht nach dem Unfall und nachfolgende Querschnittslähmung des Familienoberhaupts Chirinjivi schon verloren hatte. Zur Vorgeschichte lesen Sie bitte auch den Beitrag „Wiederaufbau nach dem Erdbeben: Ein Haus für eine besonders benachteiligte Familie!

Sang Sangai e. V. begann im Herbst 2015 mit dem Bau eines einfachen, Erdbeben-sicheren, einstöckigen Bungalows für die Familie. Nach einer nur drei-monatigen Bauzeit – trotz Versorgungslücken in Nepal – konnte Chirinjivi nun den Schlüssel in Empfang nehmen und mit seiner Familie in das neue zu Hause einziehen.

Bei der feierlichen Zeremonie vor dem Neubau in Jeevanpur waren der Dorfvorsteher, viele Bürger des Dorfes, das Sang Sangai-Nepal-Team Kathmandu und eine deutsche Reisegruppe von Explore & Enjoy Travels and Tours mit dabei.

Ankunft des Sang Sangai-Teams im Dorf Jeevanpur zur feierlichen Einweihungszeremonie.

Ankunft des Sang Sangai-Teams im Dorf Jeevanpur zur feierlichen Einweihungszeremonie.

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Der Dorfvorsteher von Jeevanpur eröffnet die Zeremonie mit festlichen Worten des Dankes an Sang Sangai e. V.

Der Dorfvorsteher von Jeevanpur eröffnet die Zeremonie mit festlichen Worten des Dankes an Sang Sangai e. V.

 

Unterstützung für Nepal aus Oberösterreich

„Mit ungefähr 30 Personen habe ich gerechnet“ staunt Rudolf Doppelbauer am Abend des 02. Januar 2016 in Roitham bei Gmunden. Vor im sitzen kurz vor Beginn der Veranstaltung mehr als 70 Personen und warten gespannt auf seinen Vortrag. Eingeladen hat er Freunde und Verwandte – gekommen sind alle, die sich für Nepal interessieren – und das freut Doppelbauer sehr!
Er erzählt von seinen eigenen Erlebnissen im Land der hohen Berge, schwärmt von den Nepalis, die er bei mehreren Reisen als offene, warmherzige und überaus freundliche Menschen kennenlernen dürfte. Ein Großteil seines Bildervortrags widmet er der Situation in Nepal nach dem großen Erdbeben im Frühjahr 2015 und der Sang Sangai e. V.-Initiative. Doppelbauer war selbst im Herbst 2015 vor Ort und hat gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Ajit Laxman Dhakal die Situation in einigen Dörfern rund um Kathmandu analysiert, Einzelprojekte auf den Weg gebracht und übrigens auch seine Patentochter Aashna kennengelernt.
Am Nepal-Abend in Roitham bei Gmunden sammelt Doppelbauer über 500 EUR für den Verein. Motiviert durch sein Engagement trudeln in den folgenden Tagen weitere Einzelspenden auf dem Sang Sangai-Konto ein.
Vielen Dank, Rudi, für Dein unermüdliches Engagement und die Spendengelder, die die Menschen in Nepal Dir zu verdanken haben!

Tourismus-Student/innen unterstützen Weihnachtsaktion

Am Freitag, den 08. Januar 2016 waren Vorstandsvorsitzender Ajit Laxman Dhakal und stellvertretende Vorstandsvorsitzende Claudia Schülein eingeladen, an der IUBH – International University of Applied Sciences, Tourismusuni Campus Bad Reichenhall das Konzept der wirtschaftlichen Förderung von Menschen in Nepal mit Hilfe der Reiseagentur Explore & Enjoy Travels and Tours Pvt. Ltd. und des Vereins Sang Sangai e. V. vorzustellen. Über eineinhalb Stunden dauerte der rege Austausch zwischen den Student/innen und den beiden Vortragenden, dannach gab es ebenso lebhafte Diskussionen beim gemeinsamen Mittagessen im indischen Restaurant. Als Dankeschön für die Präsentation überreichte Dozent David Rempel die gesammelten Spenden der Klasse, die fast ausreichen, eine weitere Nähmaschinen zu beschaffen. Die Sang Sangai-Weihnachtsaktion 2015 hat damit nochmals Unterstützer gefunden.

Weihnachtsaktion 2015 – Wie eine Nähmaschine das Leben einer ganzen nepalesischen Familie verändern kann

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500 Eur für eine Waschmaschine, 600 Eur für eine Geschirrspülmaschinen – in Europa sind wir bereit, viel Geld auszugeben, um uns den Alltag in der Familie zu Hause bequemer zu gestalten. Ein gute Nähmaschine kostet in Nepal umgerechnet rund 150 Eur – ein kleiner Teil dessen. Und es macht den Alltag einer ganzen Familie nicht bequemer – nein, es verändert die Lebenssituation der Familie grundliegend! Viele Frauen lernen durch Verwandte, mit einer Nähmaschine umzugehen. Eine eigene Nähmaschine können sie sich aber nicht leisten. Und das, obwohl sie mit der Näharbeit von zu Hause aus eine Menge Einkommen für die Familie generieren können.
Zu Weihnachten 2015 möchten wir Geld sammeln, um so vielen Frauen wie möglich eine Nähmaschine schenken zu können. Wer eine Familie ganz unterstützen möchte, überweist bitte 150 Eur auf das Sang Sangai-Konto bei der Volksbank Raiffeisenbank. Aber auch Klein- und Kleinstbeträge sind herzlich willkommen – wir sammeln das Geld und kaufen so viele Nähmaschinen, wie möglich. Als Verwendungszweck bitte „Weihnachtsaktion 2015 – Nähmaschinen“ angeben.
Überweisungen bitte an:
Sang Sangai e. V. bei der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG
IBAN: DE38 7109 0000 0000 1733 71
BIC: GENODEF1BGL

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Wiederaufbau nach dem Erdbeben: Ein Haus für eine besonders benachteiligte Familie!

Das Dorf Jeevanpur im Distrikt Dhading wurden durch das verheerende Erdbeben im Frühjahr 2015 dem Erdboden gleich gemacht. Statt den einfachen, aber properen Backstein-Häusern zeugen Ziegelsteinhaufen als traurige Überbleibsel der Behausungen von der Naturkatastrophe. Diejenigen Dorfbewohner, die dazu die nötigen Rücklagen hatten, haben sich in den vergangenen Monaten Baracken aus Wellblech und anderen Material gebaut – Notunterkünfte, die nur kurzfristig als zu Hause dienen können. Andere leben nach wie vor in Zelten.
Die Familie Dhital ist besonders von dieser Situation betroffen. Leidgeprüft erzählt Familienoberhaupt Chirinjivi Dhital: „Vor zwei Jahren hatte ich einen schrecklichen Unfall, als ich auf den Terassenfeldern arbeitete. Seitdem sitze ich im Rollstuhl. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen!“ Der stolze Familienvater kann nicht mehr als Bauer arbeiten, womit er seine Familie ernährte und es zu bescheidenem Wohlstand und dem Bau eines einfachen Hauses brachte. Eine Kranken-, geschweige denn Unfallversicherung, haben Menschen in Nepal wie Chirinjivi nicht. Seit dem Unfall ist die Familie auf die finanzielle Unterstützung von außen angewiesen, denn Ehefrau Maiya ist voll mit der Pflege ihres Mannes und der Versorgung ihrer vier Kinder ausgelastet. Im Haushalt lebt noch der 81-jährige Großvater, der sein bestes gibt, um einen kleinen Garten zu bestellen und die Ziegen zu versorgen. Das Erdbeben hat ihnen nun das genommen, was ihnen trotz allem Unglück geblieben war: Ihr zu Hause, das Haus, das sie mit viel Mühen aufgebaut hatten.
Die Behelfshütte der Dhitals wirkt zwar vergleichsweise geräumig. Das ändert sich allerdings schlagartig, wenn sich alle sechs Personen darin versammeln. Möbel gibt es keine, das Erdbeben hat alles zerstört. Es gibt nur ein Bett. Der Rest der Familie muss auf dem Boden campieren. Die Kücheneinrichtung besteht aus einem kleinen Gaskocher und ein paar Töpfen. Ein Freund der Familie hat einen kleinen, traditionellen Lehmherd für Feuerholz für die Monate eingebaut für den Fall, dass das Geld für Gas mal wieder nicht ausreicht.
Die Situation der Familie Dhital war vollkommen hoffnungslos – niemand in der Familie wäre in der Lage, das Haus wieder aufzubauen. Daher hat Sang Sangai e. V. beschlossen, sowohl die Organisation und Umsetzung des Neubaus, als auch die Finanzierung zu übernehmen.
Rudi und Ajit haben das Grundstück besichtigt und einige Vorentscheidungen getroffen. Nun laufen in Kathmandu die weiteren Planungsarbeiten in Zusammenarbeit zwischen dem Sang Sangai e. V.-Team vor Ort und professionellen Bauingenieuren. Es bietet sich an, ein neues Baukonzept, mit sogenannten „Earthbags“ (mit Erde und Sand gefüllte Säcke) aufzugreifen. Dies hätte den Vorteil, daß das Baumaterial kostenlos vor Ort vorhanden ist, und solche Gebäude robust und erdbebensicher sind. Das Wohnklima ist durch das natürliche Material angenehmer, als in einem Betonbauwerk. Das Sang Sangai e. V.-Team in Kathmandu hat bereits andere Bauprojekte dieser Art besucht und ist von dieser Bauweise recht überzeugt.
„Ich kann dieses Glück nicht fassen“, sagt Chirinjivi. Er und seine Familie haben neue Hoffnung geschöpft und freuen sich auf den Beginn der Bauarbeiten.